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Vor 26 Jahren wurde das Certamen Carolinum, der Landesschülerwettbewerb in den Alten Sprachen für Schülerinnen und
Schüler der Oberstufe der nordrhein-westfälischen
Gymnasien und Gesamtschulen, von dem damaligen Schulleiter des
Kaiser-Karls-Gymnasiums in Aachen, Herrn
Elmar Bach, ins Leben gerufen.
Der Name des Wettbewerbs zeigt die Verbindung zur Stadt Aachen und zum
Kaiser-Karls-Gymnasium, wo er organisiert wird und im November eines jeden Jahres die Endrunde
stattfindet. Das Kaiser-Karls-Gymnasium und der Verein zur Förderung
der Alten Sprachen in den Schulen e.V. richten den Wettbewerb aus.
Dass der Wettbewerb nun schon seit 26 Jahren erfolgreich ausgetragen wird, zeigt, dass seine
pädagogischen Anliegen weiterhin aktuell sind, ja im Rahmen der
Pisastudie sogar an Aktualität gewonnen haben. Einforderung von
Leistung und Förderung von Begabten, Erhöhung der Sprachkompetenz
unserer Schülerinnen und Schüler sind die Antworten der Politik auf
Pisastudie und andere Bildungsuntersuchungen, sind aber seit jeher pädagogische Ziele der Alten
Sprachen und des Wettbewerbs seit seiner Gründung.
Der Landeswettbewerb steht unter der Schirmherrschaft der
Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes
Nordrhein-Westfalen. Finanziert wird er vom Ministerium für Schule und
Weiterbildung, der Stadt Aachen und vom
Verein zur Förderung
der Alten Sprachen in den Schulen e. V.
Seit vielen Jahren konnte
der Verein zur Förderung der Alten Sprachen in den Schulen das
Evangelische Landeskirchenamt Rheinland,
das Jugendförderungswerk der Sparkasse
Aachen, die Lohmann-Hellenthal-Stiftung (Dresdner
Bank Aachen) und den Philologenverband NRW als Sponsoren gewinnen.
Zur Teilnahme an dem Wettbewerb locken
Preise wie die Aufnahme in die Förderung der
Studienstiftung des deutschen Volkes, Geldpreise der Stadt Aachen und
des Landes NRW, Reisepreise der Elisabeth-Lebek-Stiftung in Köln und des Privatmannes Herrn Nelis
und Buchpreise des Vereins in Aachen. Diese Buchpreise werden uns von
folgenden Verlagen dankenswerterweise zur Verfügung gestellt:
Aschendorff-Verlag,
Schöningh-Verlag und die
Wissenschaftliche Buchgesellschaft in Darmstadt.
Aus dem Kreis der Endrundenteilnehmer des
jeweiligen Certamen Carolinum werden die Schülerinnen und Schüler
ausgewählt, die das Land Nordrhein-Westfalen im darauf folgenden Jahr
beim internationalen Lateinwettbewerb, dem
Certamen Ciceronianum in
Arpino, vertreten. Die Schülerinnen und Schüler, die der
Jahrgangsstufe 12 angehören und an der Endrunde des Certamen Carolinum
teilnehmen, werden im darauf folgenden Jahr zur Sommerakademie der
Deutschen Schülerakademie in Bonn eingeladen.
Der Wettbewerb wird in drei Runden ausgetragen: In der ersten Runde
schreiben die Teilnehmer einen Essay zu vorgegebenen Themen aus dem
Gebiet der alten Sprachen und der antiken Kultur, in der zweiten eine
Übersetzungsklausur aus dem Lateinischen oder aus dem Altgriechischen
und in der dritten Runde, der Endrunde, die im November in Aachen
stattfindet, halten die Teilnehmer einen Vortrag über ein selbst
gewähltes Thema aus dem Bereich der Antike, bei dem ein Bezug zur
Gegenwart erwünscht ist. Die Bewertung der Schülerleistungen obliegt
einer 10- bis 12-köpfigen Jury, die aus Lehrern der Alten Sprachen,
Hochschullehrern der RWTH Aachen, der Universität Köln und der
Ruhr-Universität Bochum und Vertretern der Fachaufsicht der
Bezirksregierungen Köln, Düsseldorf und Münster besteht. |